Besuch beim THW in Korbach

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Gestern besuchte ich die THW-Ortsgruppe in ihrem neuen Domizil in Korbach, um mich über die im Mai und Juni stattgefundenen Hochwassereinsätze in Polen zu informieren, an denen fünf Helfer des THW Korbach teilgenommen hatten. Nadine Bangert, Carsten Kegel, Denis Kegel und Christopher Weltecke berichteten, dass die Arbeit des THW in Polen sehr positiv bewertet wurde.

Die Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr und der Polizei war sehr gut, auch wenn die sprachliche Verständigung oft schwierig war. Aber wenn es Probleme gab, wurde alles getan, um diese zu lösen.

Polnische Bevölkerung war dankbar für Hilfe

In Polen gebe es im Großen und Ganzen keine Ressentiments gegenüber den Deutschen. Die Bevölkerung zeigte große Dankbarkeit für die Hilfe durch das THW, was sich auch in persönlichen Geschenken von wildfremden Menschen äußerte. Besonders stolz waren die Helfer auf Worte, die bei der Verabschiedung durch die oberste Kommandantur gesagt wurden: "Die Deutschen sind als Helfer gekommen und als Freunde gegangen."

Freistellung durch Arbeitgeber für Einsatz funktioniert meistens

Die Mitglieder des THW versicherten mir, dass die Freistellung durch die Arbeitgeber für derartige Einsätze meistens keine Probleme bereite. Probleme bestehen demnach eher bei der Rekrutierung von Nachwuchs, da das Ehrenamt in Deutschland heutzutage nicht gut angesehen ist und die Bereitschaft, sich in Hilfsdiensten zu engagieren, schwindet.

Anreize für Engagement schaffen

Hier müssen wir Mittel und Wege finden, um Anreize zu schaffen. Mit welchen Maßnahmen dies am sinnvollsten geschieht, der Aufbau einer Freiwilligenstruktur bei Bundeswehr, Zivildienst und Hilfsdiensten sowie die finanzielle Ausstattung des THW werden Aufgaben sein, mit denen wir uns in Berlin in der nächsten Zeit intensiv beschäftigen müssen.

Wir brauchen die Hilfsdienste und die dort ehrenamtlich Tätigen und wir müssen die Grundlagen dafür schaffen, dass das Engagement attraktiv wird.

 
 

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